Grüne Konter in Niederösterreich
Grüne PolitikerInnen wie Sburny, Brosz, Huber haben eines gemeinsam, sie
entstammen dem System Niederösterreich.In dem
Bundesland regiert seit ewiger
Zeit die ÖVP, die kann es sich richten, wie sie will und die aussichtlosen
Oppositionellen brauchen sich nicht groß anzustrengen, ein paar Stimmen und
Pöstchen fallen ja immer für sie ab. Eine grüne Strategie in diesem Land ist nicht vorhanden.
Es regiert ein
Familienclan, der sich eine Günstlingswirtschaft mit einem fein austarierten
Belohnungs- und Bestrafungssystem ausgedacht hat. Als Belohnung gibt es
"Informationen" und Pöstchen, als Bestrafung gibt es Auflaufenlassen,
Marginalisierung und Ausgrenzung.
Spitzenpolitiker ist Dieter Brosz, seit 1999 im Nationalrat nicht durch Redebeiträge auffallend, dafür aber als "Parteistratege" geltend. In Niederösterreich regieren Geschäftsführer Thomas Huber und sein Assistent Paul Souschill die Landespartei mit eisernem Besen. Thomas Hubers Frau, Helga Krismer, ist die Nr.2 in der grünen Landtagsfraktion. Da wollte Paul Souschill nicht abseits stehen und hat seine Ehefrau Tanja Windbüchler-Souschill ebenfalls auf einen Versorgungsposten im Nationalrat gesetzt.
Zur Landtagswahl 2008 trat man mit der abgewirtschafteten
Spitzenkandidatin
Madeleine Petrovic an, die in den 90er Jahren als Bundessprecherin gescheitert
war. Die schizophrene Werbelinie lautete "Damit Kontrolle mitregiert,
Madeleine Petrovic in die Landesregierung". Es gab einen Stimmenverlust,
bzw. ein Stagnieren bei der Stammwählerschaft.
Auf dem
darauffolgenen Plenum mit Wahl von Geschäftsführer und
Landesvorsitzender zeigten sich erste Risse. Landesgeschäftsführer Huber bekam
einen Gegenkandidaten, der trotz farbloser Rede ein Drittel der Stimmen absahnen
konnte und Madeleine Petrovic mußte mit 80 % Zustimmung zufrieden sein. Bei
einer zum Teil lebhaften Debatte wurde dem Plenum ein Feedbackprozess angeboten,
in dessen Verlauf, alle, die wollten, ihre Kritik und Verbesserungsvorschläge
einbringen konnten. Dies geschah in einer moderierten Debatte bei einer Tagung
in St. Pölten, an der ein großer Teil der Mitglieder teilgenommen hat. Die
Ergebnisse
wurden unkommentiert auf einem Stapel Papier festgehalten, dieses
Papier wurde an die Teilnehmer versendet und anschließend wurde von
Landesgeschäftsführer Huber weiter gemacht, wie bisher. Alibiveranstaltung ist
Alibiveranstaltung.
Eine Neuwahl des Nationalrats mußte im Jahre 2008 im Herbst
angegangen werden.
Dies traf das grüne Establishment wie ein Schlag, denn man hatte doch erst 2006
eine Nationalratswahl geschlagen und die 4 Wochen Arbeit hätten ja für 4 Jahre
gemütliches Oppositionsdasein reichen sollen. Entsprechend lustlos agierte man
im Wahlkampf, in den man mit Dieter "Schlaftablette" Brosz und mit der
jungen Kandidatin Tanja Windbüchler-Souschill zog. Die Umstände der
Kampfabstimmung Tanja Windbüchler-Souschills trieben die Partei an den Rand der
Spaltung, entsprechende Meldungen in der Presse werden reflexartig als "Die
Zeitungen wollen schlecht über uns schreiben" abgetan.
Hätte
man gedacht, daß sich nach der Nationalratswahl, die mit einer
schallenden Ohrfeige für die Grünen endete, die Verhältnisse in NÖ
konsolidieren, da keine weiteren Entscheidungen anstehen, so hat man sich
getäuscht. Die Causa Voggenhuber bringt neue Diskussionen auf.
Gegenbewegungen
organisieren sich immer zahlreicher, es sieht so aus, als wäre die Ära Brosz-Huber-Sburny zu Ende. Was aber kommt danach?
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2 Kommentare:
Der Text ist ursupi. Das, was er beschreibt, nicht.
Dies geschah in einer moderierten Debatte bei einer Tagung in St. Pölten, an der ein großer Teil der Mitglieder teilgenommen hat: gehört korrekter Weise ergänzt: AUSGESUCHTER MITGLIEDER
der Rest wurde schließlich nicht einmal ansatzweise informiert
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