Dienstag, 17. Februar 2009

Finde den Unterschied

8:0

Am Montag hat der Landesvorstand der burgenländischen Grünen mich mit 8:0 eliminiert*.
Ein Kantersieg.
Nicht mal 'ne Ehrenstimme.
Ich war nicht eingeladen und konnte mich nicht verteidigen. Sprich: kontern.
Der Grund:
Ich hätte aufgerufen die Grünen nicht zu wählen.
Das stimmt.
Aber mein Boykottaufruf bezieht sich nur auf die Eurowahlen im Juni.
Die Eurowahlen eignen sich hervorragend um über die Grüne Spitze, die gegen mehr WählerInnenmitsprache ist, abzustimmen.
4% im Juni sind möglich.
Ok, dann gibt´s vielleicht null grüne Mandate.
Na und.
Nur reden hilft nicht.
Es braucht ein riesiges Denkplakat.

* eliminiert ist meine Wortwahl.
Wie der Beschluss genau lautet weiß ich nicht.
Auf jeden Fall gibt's jetzt keine Grüne Ortsgruppe Nikitsch mehr.
Gut ich war eh nur das einzige Mitglied.
"Dann geh doch zur FPÖ" hat mir ein bgld. Funki gesagt. Danke für den Tip.
Mir gefällt der slawische Touch bei der FPÖ.
Westhenthaler - Hojac kennt eh ein jeder.
Aber habt ihr gewusst? Strache - Strahić
Toni Kuzmić - Toni Ostentiefebener Hmm? Klingt nicht schlecht.
Spass beiseite.
Nein, ich nenn mich jetzt Bürgerliste Nikitsch. Mein Ziel bleibt der Einzug in den Gemeinderat.
Ob´s jetzt leichter oder schwerer wird wissen die Politaasgeier.

Entweder die Spitze modifiziert ihre Position
oder die Spitze wird modifiziert.
Die WählerInnen sind die Basis.
Die WählerInnen reihen per Vorzugsstimmen.
No pasaran! Los Stinknormalos!
Viva la revolucion democratica!

5 comments:

  1. Interessant. Soweit ich mich erinnere war in früheren Zeiten in Grün-Statuten zwar Unterstützung einer anderen "wahlwerbenden Partei" ein Ausschlussgrund (no na), aber bloßes nicht-grün-Wählen bei einer bestimmten Wahl zu empfehlen hätte nicht gereicht. Viel Erfolg jedenfalls als "Bürgerliste" (wahrscheinlich eh besser...)
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  2. was hast du erwartet?

    das konzept einer partei ist m.e. sowieso antik.
    gemeindepolitik ist da natürlich etwas anders, aber da kennt ja sowieso jeder jeden.

    deshalb ist die idee von agenda2020 rein auf druckaufbau durch die basis = wählerInnen ohne jede organisation aufgebaut.

    welches parteibuch oder gar keines ist uns wuascht.

    und entweder die übermenschen werfen ihre seismographen an um zu ermitteln was sich so in der welt der "menschen" abspielt und reagieren entsprechend oder sie werden eben am wahltag von einem erdbeben überrascht. wir müssen nur darauf achten, dass nicht wc st.rache abcasht.

    noch ein wort zum grünen "projekt":

    ich war lange jahre projektmanager, zunächst in der autoindustrie, später bei sap-projekten.

    ein projekt hat einen definierten anfang, einen klar umrissenen auftrag und ein ein hartcodiertes ende, das höchstens geringfügig überzogen werden darf, weil es sonst zu einem element der linienorganisation versumpft, das wesentlich ineffizienter und ineffektiver ist als ein von vorneherein als abteilung aufgezogenes.

    genau das sehen wir jetzt: das "grüne projekt" ist im morast der eitelkeiten steckengeblieben, gegen die anderen parteien nicht mehr wettbewerbsfähig und zelebriert kollektiv und öffentlich seppuku.

    also in diesem sinne: hasta la victoria siempre.

    allerdings bevorzuge ich statt rum jack daniel's, ich finde nichts verwerfliches daran mir überall die rosinen rauszupicken. ;-)
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  3. ach ja.

    agenda2020 soll genau sowas wie dein denkplakat sein.
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  4. Kann dein Konterspiel nur unterstützen. Auf längere Sicht sind kritische Leute für eine Partei sehr wichtig. Die Grünen können halt mit Kritik im Moment nicht umgehen und können offiziell auch nicht verstehen, dass sie etwas falsch gemacht haben. Weiter so!!!
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  5. Pfeif auf die GRÜNEN, haben dich wahrscheinlich so auch nicht sehr unterstützt. Aber vielleicht hast mehr Unterstützung mit der Bürgerliste weil sich keiner mit die GRÜNEN indentifizieren muss. Das du knapp an einem Mandat vorbeigekommen bist, hat die wahrscheinlich auch nicht interessiert.
    Alles Gute
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